Energiesparen, Energieausweis, Energiepass … Beispiele aus der Praxis

Wissenswertes und Praxisbeispiele zu den Themen Energieausweis, Energiepass und Energiesparen

Aussteller berät im Expertenchat am 23.9.2009

Am kommenden Mittwoch findet auf www.energieausweis-vorschau.de ein Expertenchat zum Thema „Energieausweis für Wohn- und Nichtwohngebäude“ statt. Zwischen 20 Uhr und 22 Uhr werden Fragen von Eigentümern, Mietern, Käufern von Immobilien live beantwortet.

Das Forum ist direkt über http://www.energieausweis-vorschau.de/forum-energiepass.html zu erreichen.
Fragen können auch schon vorab eingestellt werden.

Bedarfsorientierter Energieausweis: Teuer und falsch?

Nach über einem Jahr Ausweispflicht und jeder Menge ausgestellter Bedarfs- und Verbrauchsausweise lässt sich feststellen: Sowohl die Panikattacken vieler Lobbyisten gegenüber dem einfachen und billigen verbrauchsbasierten Energiepass als auch deren Hohelied auf den bedarfsorientierten Energieausweis waren verfrüht, übertrieben und wahrscheinlich komplett falsch.

Wir konnten (wie im übrigen schon vor Jahresfrist prognostiziert) in vielen Fällen feststellen, dass bei ein und demselben Gebäude die Ergebnisse des Bedarfsausweises z.T. sehr stark von den Energiekennwerten des Verbrauchsausweises abwichen. Insbesondere traf das auf ältere Bestandsgebäude zu. Hier lag der Bedarfswert für Endenergie im Mittel 80-100 kWh/m²a über dem Verbrauchskennwert des Verbrauchspasses. Solche Abweichungen sind durch ungewöhnliches Nutzerverhalten nicht zu erklären, zumal es eine klare Tendenz und keinerlei Abweichungen in die andere Richtung gab.

Zu erklären ist es natürlich mit dem Berechnungsalgorythmus des Bedarfspasses, der auf abweichende Raumtemperaturen (Absenkung) in einzelnen Räumen, die in der Realität überall anzutreffen sind, z.B. nicht eingeht.

So werden Bauphysik und Heizungsanlage mit dem bedarfsorientierten Energieausweis zwar vergleichbar berücksichtigt, die ausgegebenen Bedarfswerte lassen aber keinerlei realitätsnahen Rückschluss auf die tatsächlichen Verbrauchsdaten des Gebäudes zu. Und an der Stelle verliert der Ausweis sowohl für Eigentümer als auch für Mieter seinen Wert. Falsch ist er deshalb natürlich noch lange nicht.

Den Verbrauchsausweis schätzen wir da generell aussagekräftiger ein. Die Verbrauchsabweichung beträgt bei extremen Nutzungsunterschieden max. 20%, liegt also in Extremfällen noch unter der mittleren Abweichung von Bedarfsausweisen.

Neuheit: Bedarfsausweis online mit Vorschau erstellen

Seit einigen Tagen bietet www.energieausweis-vorschau.de für den bedarfsorientierten Energieausweis auch ein Onlineformular an, in dem Eigentümer den Energiepass vergleichsweise einfach und schnell anlegen können. Vor Abschluss der Bestellung wird eine Vorschau des Formulars angezeigt, in der die wesentlichen Daten des Bedarfsausweises näherungsweise angegeben werden. Die abschließende Prüfung und Erstellung des Bedarfspasses erfolgt durch einen berechtigten Aussteller nach Bestellung. Der Energieausweis wird in der Regel innerhalb von 3 Werktagen versendet und kostet 79 Euro incl. MwSt. und Versand.

Weiterhin kann aber auch das Faxformular für den Bedarfsausweis abgerufen werden. Diesen Service bietet u.a. http://www.energiepass-online-bestellen.de an.

Ein Jahr Energieausweis: Interview mit Energieausweis-vorschau.de

Seit ca. einem Jahr gibt es den Energieausweis, im Juli vergangenen Jahres wurde er für die ersten Gebäude Pflicht, mit dem Jahreswechsel für alle Wohngebäude. Wir sprachen mit Gero Skibba vom Portal energieausweis-vorschau.de über die Erfahrungen des vergangenen Jahres und den Ausblick auf 2009.

Herr Skibba, wie haben Sie als Anbieter von Online-Energieausweisen das vergangene Jahr erlebt. Wie hat sich die Resonanz auf den Energieausweis entwickelt?

Das vergangene Jahr war natürlich sehr aufregend für uns. Wir sind mit unserem Angebot weit vor dem 1. Juli 2008 gestarten, an dem der Energieausweis für viele Gebäude Pflicht wurde. Wir haben die ersten Monate des Jahres bewusst genutzt, um Hauseigentümer auf www.energieausweis-vorschau.de vorab umfassend über die gesetzlichen Rahmenbedingungen und technischen Hintergründe zu informieren. Die Resonanz der Nutzer war überwältigend gut. Wir sind ja kein ausgesprochener Billiganbieter und setzen trotz Onlinebearbeitung auf den intensiven Kontakt mit unseren Kunden, ob telefonisch oder per mail. Die Bestellungen haben sich rasant entwickelt und letztlich auch unsere Erwartungen übertroffen.

Ist da inzwischen ein nachlassen zu spüren? Schließlich ist der Verbrauchsausweis, den Sie online anbieten, nicht mehr für alle Häuser zulässig.

Natürlich gab es mit dem Stichtag 30.9.2008 (Auslaufen der Wahlfreiheit für bestimmte Gebäude, d.Red.) einen Schnitt. Wir hatten aber in den Wochen davor eine wahre Bestellflut zu bearbeiten. Auf die geänderten bedingungen haben wir reagiert und bieten inzwischen auch den bedarfsorientierten Energieausweis (Bedarfsausweis) zu einem sehr günstigen Preis an. Zusätzlich kann bei uns auch der Energieausweis für Nichtwohngebäude online bestellt werden.

Der Bedarfsausweis ist doch relativ aufwendig und erfordert eine Vor-Ort-Begehung?

Die Energieeinsparverordnung lässt ausdrücklich auch ein vereinfachtes Verfahren für den Bedarfsausweis zu, bei dem der Eigentümer die notwendigen Daten bereitstellt. Damit ist auch eine Online-Lösung möglich, die wir in den nächsten zwei Wochen anbieten werden. Aber auch jetzt können Eigentümer auf unserer Seite schon einen einfachen Erfassungsbogen anfordern, ausfüllen und zurückfaxen oder -mailen. Sie erhalten dann den Bedarfsausweis innerhalb weniger Tage.

Wie sehen Sie die Akzeptanz des Energieausweises bei Eigentümern und Mietern?

Sie entwickelt sich gut, ganz eindeutig. Es gibt natürlich noch große Informationsdefizite bei den Eigentümern, insbesondere bei der Frage, welcher Energieausweis für welches Gebäude möglich ist. Bei den Mietern bzw. Kaufinteressenten gibt es noch große Hemmungen, den Ausweis wirklich zu verlangen. Aber wir sind generell optimistisch und glauben, dass der Ausweis sich noch in diesem Jahr in der Breite etablieren wird.

Wie können sich Betroffene bei Ihnen Rat holen?

Zunächst einmal können Sie mit uns direkt in Kontakt treten. Wir wünschen uns das ausdrücklich. Zusätzlich bieten wir ein Online-Forum auf energieausweis-vorschau.de an, in dem Experten nicht nur zum Energieausweis informieren sondern auch zu Energiesparmöglichkeiten und Modernisierungsoptionen. Wir führen hier auch regelmäßige Expertenchats durch.

Herr Skibba, vielen Dank für das Interview.

„Infrarotheizung“…bahnbrechende Neuheit oder Bauernfang?

Wenn man die einschlägige Forenlandschaft durchstöbert, kann man schon mal den Eindruck gewinnen, dass die Hälfte der Bundebürger ihren Lebensunterhalt mit dem Vertrieb von Elektroheizkörpern, oder blumiger gesprochen: Infrarotheizsystemen, zu bestreiten versucht.

Kurz gesagt, das Thema und der ewige Forenspam zur Wunderwaffe „Elektrostrahler“ sind nicht totzukriegen. Neulich traf ich auf folgende „Anfrage“:

Hallo,

ich bin gerade dabei, mein Haus zu planen und möcht ein Heizsystem einsetzen, dass auch noch in Zukunft nachhaltig günstig und ökologisch ist. Bitte, ich benötige eine sparsames, innovatives, ökologisches, hochkomfortables Heizkonzept, aber aufpassen, bin mal gespannt wann der strom wieder ins spiel kommt. ich kenne überhaupt keine heizung, die ohne strom funktionieren würde, ach doch, der gute alte holzofen vielleicht…

oder gehen wir nach dem ausschlußverfahren vor. wp sonde zu hohe investitonskosten, da zu teuer für benötigten energiebedarf
wp auf luft zu ineffektiv gerade dann wenn ich wärme brauch im winter wp auf wasser und fläche, brunnen bzgl. wasser zu unsicher, fäche einschränkung der nutzung, direktverdampfer wäre ein kompromiss
gas billig und ausgereifte technik, aber wohl kaum innovativ und langfristig auch nicht tragbar
öl dito

was sonst?

derzeitiger konkreter stand bei der planung mit mich infrarot-panelen (neubau 187 qm), also strahlungswärme. können mit dem selben schwerlasttarif wie wp betrieben werden.

investitonskosten ca. 10.000 mit guter regelung. stromverbrauch
Energieleistung bei Volllast 8000
Durchschnittlicher Stromtarif (€/kWh) 0,2
Heizkosten pro Std. Betriebszeit 1,600
Durchschnittl. Betriebs(Heiz)zeit pro Tag, Vor/Nachsaison 3 h (taktung, das heist nicht, daß die panele stundenlang aus sind)
Durchschnittl. Betriebs(Heiz)zeit pro Tag, Hauptsaison 6 h
Durchschn. Heiztage pro Jahr (50% Vor- / 50% 160
Hauptsaison) 1152,00 Watt
Heizkosten pro Jahr *) 1152 Euro

Freundliche Grüße

Die Rechnung stimmt natürlich hinten und vorne nicht….
Aber rechnen wir doch lieber gleich richtig falsch:
Ich weiß nicht so richtig, was Sie mit Vor- und Hauptsaison meinen, wahrscheinlich HT- und NT-Tarife. Warum um Gottes willen wollen Sie elektrische Heizkörper in der NT-Zeit betreiben. In jedem einigermaßen sortierten Haushalt ist die ordinäre Warmwasserheizung ab 22 Uhr:….AUS! Ausgenommen einige verirrte Minuten an den Wochenenden.
Aber ich kenne auch schon die Antwort der Infrarot-Krämer auf diesen Zwiespalt zwischen wollen und Sein:
Die einzigartige Nasa-getestete Tralala-EchtMarmorimitatverblendung der Heizbleche sorgt für intelligente Wärmeabgabe…sie werden nachts aufgeladen und geben mit dem ersten Hahneschrei sparsamst Wärme ab.
Sorry…es ist Blödfug reinsten Wassers, schmalbrüstige E-Heizkörper nächtens aufzuheizen…die Dinger geben vor allem dann Wärme ab, wenn Strom durchfließt, und Wärme wird eben in der HT-Zeit benötigt.

OK…zum Beispiel:
Das Haus hat ca. 185m² WF. Mit Neubaustandard (ENEV) sollte es auf ca. 70 kWh/m²a Heizenergiebedarf kommen (bitte korrigieren Sie mich, müßte ja in den Bauunterlagen ausgewiesen sein), ca. 15 kWh/m²a können Sie pauschal für Warmwassrbereitung rechnen.
Sagen wir mal ganz optimistisch, dass die Strahlungswunderwaffe die Wärme wirklich zu 100% als Wärmestrahlung abgibt, kann man mit einer 2K niedrigeren Raumtemperatur rechnen, ergibt eine theoretische Einsparung von ca. 10 kWh/m²a…damit kommen Sie in Summe Heizung +WW auf 75 kWh/m²a Wärmebedarf, der 1:1 elektrisch bereitgestellt wird (ich unterstelle mal, dass Sie die WW-Bereitung elektrisch bewerkstelligen werden).
Das ergibt dann einen Stromverbrauch von ca. 14.000 kWh/a.
Ich setze da mal ganz optimistisch den HT-tarif von 15ct/kWh an (ob Sie den für die WWB wirklich bekommen?) und komme damit auf:
2.100 €/a
(beim günstigsten Hausstromtarif wären es 2.700 €/a)

Nun das Ganze mal mit Gas: Heizenergiebedarf ist hier höher….da ohne Strahlungsschwurbel gerechnet: 15.700 kWh/a. Ihr günstigster Gastarif liegt bei 7ct/kWh und Wärmeverluste von 10% eingerechnet ergeben sich jährliche Gaskosten von:
1.200 €/a
Wie gesagt, die Gasheizung für so ein Haus sollte kaum mehr kosten als der ganze Elektrozauber für 10T€ (unfassbar).

Sorry, aber ich bin leidgeprüft, was das Thema angeht…von tonnenweise Infrarot-Spam.

Theoretisch ist die Infrarotwärmeabstrahlung materialabhängig…sie spiegelt sich im Emissionsgrad wider. Praktisch sind nur die Differenzen meist bedeutungslos. Zum Beispiel. Ordinärer weißer Heizkörperlack hat einen Emissionsgrad von 0,9…0,95, selbst wenn Ihr E-Heizkörper intergalaktische Strahlplatten vorgeschnallt hat, können die theoretisch nur 5% besser abstrahlen…WOW!

Ein gemeiner Heizkörper setzt mit diesen Eigenschaften ca. 30-35% der Wärme in Wärmestrahlung um und gibt den Rest per Konvektion ab. Bei der elektrischen Wunderplatte sieht es nicht viel anders aus…vielleicht schafft sie 40% Strahlungsabgabe…dabei ist es aber völlig Rille, ob Sie ein Heizblech mit Marsbestäubung, mit Doktor Hoffmanns Erbauungslack oder eben ein weiß lackiertes Blech nehmen.
Nennenswert größere Strahlungsanteile erzielen Sie nur mit höheren Flächentemperaturen oder durch Flächenvergrößerung (deshalb funktioniert das mit der Strahlung eben bei Flächenheizsystemen recht gut).

Es ist schon vor Urzeiten gerechnet und gemessen worden, welche Einsparungen durch Strahlungsheizung (wenn sie funktioniert) erzielt werden können. Das Ergebnis ist relativ einfach: Bei hohem Strahlungswärmeanteil kann die Raumlufttemperatur um 1-2K abgesenkt werden…bei gleicher empfundener Temperatur. Man muss also die Raumluft 1-2K weniger aufheizen was eine Energieeinsparung von 6-12% gleichkommt.
Es darf aber angezweifelt werden, ob ein derartiger Strahlungseffekt mit einfachen Elektroheizflächen erzielt werden kann. Sie können es mit Stefan-Boltzmann selbst nachrechnen. Ich habs mir nicht selbst ausgedacht.

Neue dena-Broschüren zum Energieausweis und Contracting

Am 1. Juli 2009 wird der Energieausweis auch für Nichtwohngebäude wie Schulen, Krankenhäuser oder Bürobauten Pflicht. Mit der Broschüre Energieausweis für Nichtwohngebäude der Einstieg in die Modernisierung bietet die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) öffentlichen und privaten Eigentümern eine praxisnahe Hilfe bei der Umsetzung der gesetzlichen Neuerung. Der Energieausweis hilft die Energieeinsparpotenziale offenzulegen und zeigt, welche Modernisierungsmaßnahmen sinnvoll sind. Energieverbrauch senken und Kosten sparen lässt sich dann ganz ohne zusätzliche Investitionen zum Beispiel mit Hilfe von Contracting. Wie Bund, Länder und Kommunen Contracting-Projekte vorbereiten und durchführen können das zeigt der neue Contracting-Lotse für Kommunen der dena.

Energieausweis für Nichtwohngebäude der Einstieg in die Modernisierung
Welche Gebäude benötigen einen Energieausweis? Ist der bedarfs- oder verbrauchsbasierte Energieausweis sinnvoll? Die Broschüre enthält Antworten auf die zentralen Fragen zum Energieausweis, Empfehlungen der dena für das Vorgehen bei seiner Erstellung sowie Tipps rund um die Vertragsgestaltung zwischen Gebäudeeigentümer und Aussteller von Energieausweisen. Darüber hinaus zeigt diese Publikation anhand von Praxisbeispielen, wie der Energieausweis als Einstieg in die Modernisierung von Nichtwohngebäuden genutzt werden kann und welche Schritte bei einer energetischen Modernisierung sinnvoll sind.

Contracting-Lotse für Kommunen
Die Arbeitshilfe unterstützt Mitarbeiter in den Ländern und Kommunen bei der Entwicklung von Contracting-Projekten. Sie zeigt, welche Gebäude für Contracting in Frage kommen, welches Contracting-Modell sich für welche Anforderungen eignet, welche Einsparungen beim Energieverbrauch erzielt werden können und wo Beratung zu finden ist. Einige Beispiele aus der Praxis sowie typische Fragen zum Contracting runden den Leitfaden ab.

Die Broschüre Der Energieausweis für Nichtwohngebäude kann gegen eine Gebühr von 9,90 Euro bestellt werden. Für Mitarbeiter aus Ländern und Kommunen ist der Contracting-Lotse für Kommunen kostenlos bei Übernahme der Versandkosten zu beziehen, für Firmen und Privatpersonen beträgt der Kaufpreis 19,95 Euro.

Beide Publikationen sind über www.zukunft-haus.info/publikationenzu beziehen.

60 Prozent der Gebäude haben Energieausweis

Für fast 60 Prozent der vermieteten Wohngebäude in Deutschland gibt es einen Energieausweis. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Deutschen Energie-Agentur (Dena). 82 Prozent der gewerblichen und 31 Prozent der privaten Vermieter haben für ihre Gebäude einen entsprechenden Ausweis. Bei einem Viertel der deutschen Vermieter herrscht noch Unkenntnis darüber, dass „der Energieausweis bei Neuvermietung von Wohnungen oder Häusern verpflichtend ist“, teilte die Dena mit.

Der auf Heizkostenabrechnungen basierende Verbrauchsausweis ist weiter verbreitet (78 %) als der Bedarfsausweis (22 %), der auf einer technischen Analyse der Bausubstanz und der Heizungsanlage basiert. Die Bereitschaft, den Energieausweis unaufgefordert vorzuzeigen, hängt „maßgeblich“ von der Farbskala des Ausweises ab. 28 Prozent der Vermieter zeigten den Ausweis laut Umfrage aus freien Stücken, 63 Prozent legten ihn auf Nachfrage vor.

Quelle: dena, energate

Eigentümer drücken sich um Energieausweis

Der neue Gebäude-Energieausweis ist nach Ansicht mehrerer Verbraucherorganisationen bisher fast wirkungslos. Viele Eigentümer kommen ihrer Ausweispflicht nicht nach.

Den Ausweis, der über den Energiebedarf des Gebäudes informiert, müssen seit Jahresbeginn alle Eigentümer parat haben, wenn sie ihre Immobilie vermieten oder verkaufen. Sonst kann ein Bußgeld bis zu 15 000 Euro anfallen. Doch nach einer Umfrage der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (NRW) werden Verstöße nicht verfolgt. In vielen Orten gebe es weder Ansprechpartner noch Beschwerdestellen.

In einer Stichprobe des Berliner Mietervereins wussten 38 Prozent der Vermieter angeblich nichts von der Ausweispflicht. Der Verein Wohnen im Eigentum hat ermittelt, dass erst für die Hälfte aller Eigentümergemeinschaften ein Energiepass ausgestellt worden ist.

Quelle: Finanztest

Bundesweiter Heizspiegel verfügbar

energynet.de weist in einem aktuellen Artikel darauf hin, dass der aktuelle Heizspiegel für das gesamte Bundesgebiet ab sofort erhältlich ist. Hier geht es zum Artikel, in dem Sie alle Informationen zum Bezug des Heizspiegels finden.
Interessant fand ich vor allem:

„Der aktuelle Bundesweite Heizspiegel weist aus, dass im Kalenderjahr 2007 die Heizkosten für Mieter und Verbraucher bei mit Erdgas beheizten Wohnungen durchschnittlich um 5,6 Prozent, bei mit Heizöl beheizten Wohnungen um 4,9 Prozent und bei Wohnungen mit Fernwärme um 3,2 Prozent gesunken sind. Der Heizenergieverbrauch ging sogar um rund 7 Prozent zurück. Ursachen hierfür sind deutlich sparsameres Heizverhalten der Mieter und Verbraucher, der milde Winter 2007 mit höheren Durchschnittstemperaturen und relativ stabile Energiepreise. Im Jahresdurchschnitt 2007 wurde Gas um 2,9 Prozent teurer, der Ölpreis sank um 1,4 Prozent.“

Der Rückgang des Heizenergieverbrauchs ist schon erheblich. Hier lässt sich erahnen, welche Einsparungen durch bewusstes Heizen noch zu erreichen wären.

Kleine Umfrage zum Energieausweis

Da ich immernoch sehr häufig prinzipielle Fragen zum Energiepass bekomme, möchte ich einmal eine kleine Umfrage zur Frage schalten, wie Sie sich bisher informiert fühlen. Es wäre schön, wenn Sie sich dafür kurz Zeit nehmen würden. Vielen Dank!

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