Infrarotheizung in Zeiten steigender Strompreise: Immer mehr Nutzer können ihre Stromrechnung nicht bezahlen


Wir greifen ja in unserem Blog immer wieder das Thema „Infrarotheizung“ auf. In erster Linie deshalb, weil in zahlreichen Internetforen und „Infoseiten“ die elektrische Strahlungsheizung auf höchst zweifelhafte Weise (Verkäufer geben sich als begeisterte Kunden aus bzw. werben mit schlichtweg falschen Versprechungen) beworben wird. In einem älteren Beitrag haben wir bereits auf eine der wenigen wissenschaftlichen Untersuchungen zur Effizienz der Infrarotheizung aufmerksam gemacht und dafür u.a. wütende Kommentare von Infrarotvertrieblern geerntet.

Nun ist das Thema aber für viele Nutzer von Infrarotheizungen auf traurige Weise wieder aktuell. Durch den starken Ausbau der erneuerbaren Energien gerade im vergangenen Jahr wird die EEG-Umlage, die jeder private  Stromverbraucher mitbezahlt, im kommenden Jahr deutlich steigen. Konkret heißt das, dass unabhängig von der Strompreisentwicklung der Strom für Privatverbraucher mindestens 1,5-2 Ct/kWh teurer wird.

In einem aktuellen Beitrag weist Mitwelt darauf hin, dass sich beim BUND derzeit zahlreiche Nutzer von Infrarotheizungen darüber beklagen, dass sie die Stromkosten für die Elektroheizkörper nicht mehr bezahlen können.

Energieagenturen und Verbraucherschutzzentralen warnen in diesem Zusammenhang noch einmal eindringlich vor irreführender Werbung einzelner Anbieter und weisen darauf hin, dass Infrarot- und elektrische Wärmewellenheizungen, insbesondere weil mit Tagstrom betrieben, noch ineffizienter und kostenintensiver sind als alte Nachtspeicherheizungen.

Der BUND Bund für Umwelt und Naturschutz hält Elektroheizungen im Regelfall für unökologisch.

Den kompletten und sehr empfehlenswerten Artikel auf MITWELT finden Sie hier.

Informationen zur unabhängigen Studie der Uni Luzern zur Effizienz von Infrarotheizungen finden Sie hier

Der Energieausweis in der Presse (Juli)


Fast hätten wir die Presseschau zum Thema Energiepass vergessen. Wenn auch in diesem Monat etwas zu spät, und im letzten gar nicht, wird sie nun wieder regelmäßiger Bestandteil unserer Seite sein.

Wie immer finden sich in unserer Presseschau wichtige, interessante und manchmal auch etwas skurrile Pressemitteilung zum Thema Energieausweis ein. Weiterlesen

Neue Studie beweist: Infrarotheizungen sind ineffiziente Stromfresser!


Angepriesen wird die behagliche und angeblich sparsame Strahlkraft von Infrarotheizungen schon lange. In der Regel von Infratotheizungs-Handelsvertretern, die einschlägige Internetforen mit esoterischen „Beweisen“, gefakten Kundenberichten und teilweise aggressiver Produktwerbung überschütten.

Unabhängige Untersuchungen zur Wirkung und Effizienz von Infrarot-heizsystemen gibt es indes nur wenige. Die Infrarotmafia beruft sich gern auf eine Studie der TU Kaiserslautern, die unter Fachleuten aufgrund gravierender Mängel heftig umstritten ist. Inzwischen liegt eine neue Untersuchung der Hochschule Luzern vor, die Infrarotstrahler mit herkömmlichen Heizsystemen in einem realen Gebäude verglichen hat.

Die Studie ist hier abrufbar und zeichnet ein ernüchterndes Bild, zumindest für hartgesottene Elektrostrahlungsesotheriker. Es wird endlich ausgesprochen, was in den Infrarot-Wunder-NASA-Beschichtungsplatten steckt…eine ordinäre ohmsche Widerstandsheizung.

So nimmt es auch nicht Wunder, wenn in der Studie zusammenfassend geschrieben wird:

„Als Zusammenfassung kann man sagen, dass konventionelle Systeme bezogen auf die Systemgrenze Raum (Nutzenergie) einen praktisch identischen oder marginal grösseren Energieverbrauch aufweisen als IR-Strahlungsheizungen. Bezogen auf die Systemgrenze Haus (Endenergie) hat ein konventionelles PWW-System mit einer Wärmepumpe inkl. Hilfsenergie etwa einen 60 % tieferen Energiebedarf als eine IR-Strahlungsheizung. Ohne Systemgrenzen und mit den eingerechneten Primärenergiefaktoren ist die Differenz nochmals grösser und sogar eine Heizung mit nicht erneuerbaren Brennstoffen weist eine eine bessere Primärenergiebilanz auf als die IR-Strahlungsheizung.“

 Heißt nichts anderes als: Heizen mit Infrarotstrahlern ist deutlich teurer als mit einer konventionellen Wärmepumpenheizung und auch teurer als mit einer neuzeitlichen Öl/Gasheizung.

Erdwaermepumpe.de – Kostenlose Informationen hier!

Link zur Studie

Revierphone SEO Wettbewerb zieht heute Zwischenbilanz


Heute Abend ist das erste Etappenziel im SEO Wettbewerb um das Revierphone erreicht. Um Punkt 22:00 Uhr werden die Ergebnisse der organischen Google Suche festgehalten um den aktuellen Stand des Contests zu dokumentieren. Aber das ist nicht alles, denn auch hier gibt es was zu gewinnen: Zwar kein Revierphone, aber immerhin eine Eintrittskarte zur dmexcoParty(omclub party) am 15.09. in Köln. Und das gibt es nicht nur für die Top-Seiten, sondern für alle, die zum Stichzeitpunkt unter den Suchergebnissen auf den ersten 4 Seiten sind (Selbstverständlich mit die Berücksichtigung von Bildern, News). Alles weitere dazu, sowie alles zur Party (wo ich zum Glück auf xing schnell genug war) gibs beim OMClub. Aber da allein ja doof ist,  hier also unser Versuch noch ein Ticket zu bekommen.

Das ist für viele Webmaster sicher eine willkommene Gelegenheit, die onDemand Ranking Power ihrer Webseite oder ihres Blogs auszutesten. Und genau diesem Zweck dient auch der aktuelle Blogbeitrag. Kurz vor 22 Uhr eingestellt, steigt er hoffentlich entsprechend hoch bei Google ein und sichert uns damit den Eintritt zur exklusivsten SEO-Party des Jahres. Dass sich der Artikel dauerhaft für den stark umkämpfte Key Revierphone behauptet, denken wir eher nicht, dafür stecken zahllose andere Webseitenbetreiber viel zu viel Energie in den Revierphone Wettbewerb. Natürlich nicht umsonst, denn außer um das berüchtigte Revierphone geht es dabei auch um Respekt und „bragging rights“ innerhalb der SEO Community. Denn dem Sieger gehört die Ehre.

Fortsetzung: Plusminus-Beitrag “Unausgereifte Energieausweise”…Brief an die Redaktion


Heute erhielt ich nun doch noch Antwort aus der plusminus-Redaktion:

„Sehr geehrter Herr K.,

….

Wir liegen in der Sache eigentlich überhaupt nicht auseinander. Wie Sie richtig gemerkt haben, lag der Schwerpunkt des Beitrags auf Energieausweise, die man bequem per Internet sich ausstellen lassen kann und die mit Dumpingangeboten von z.T. schon unter 10 Euro beispielsweise bei Ebay zu erhalten sind. Richtig ist auch, dass wir wissentlich Fehler eingebaut haben, die aufgrund der vorgeschriebenen Plausibilitätprüfung durch den Aussteller auch von Laien zu entdecken sind. Beispielsweise, dass die Heizungsanlage aus dem Jahr 1900 stammte. Diese Plausibilitätsprüfung durch den Aussteller ist für Sie ja auch ein zentraler Gedanke.

Rechtlich ist es auch so, dass ein nicht korrekter Ausweis eben ein nicht korrekter Ausweis ist. Bei falschen Angaben haftet natürlich nicht der Aussteller, sondern der Datenübermittler, sprich Eigentümer oder Vermieter.

Wie Sie selbst in Ihrer Email betonen, ist gerade der Energieausweis qualitativ häufig sehr dürftig. Ich zitiere „

Natürlich fehlt es vielen Onlineangeboten an Transparenz und
teilweise auch an Qualität. Dasselbe Problem gibt es aber auch bei
den „leibhaftigen“ Beratern. Wie soll ein Berater aus dem
Baustoffhandel nach mehrtägigem Crashkurs etwas über den
hydraulischen Abgleich der Heizungsanlage aussagen? Was weiß ein
umgeschulter Schornsteinfeger in der Regel über Wasserdampfdiffusion
in Bauwerken?“

Und genau dieser Gedanke war für uns wichtig, speziell beim Internet-Energieausweis. Gerade unsere Zuschauer sollte darüber informiert werden, dass es viele unseriöse Angebote gibt, und dass man sich bemühen sollte, einen möglichst seriösen Anbieter zu finden – so wie Sie zum Beispiel einer sind.

Mit freundlichem Grüßen und Danke für Ihr Interesse

.

Aus meiner Sicht war der Beitrag trotzdem in einigen Teilen missverständlich, daher meine Antwort:

“ vielen Dank für die nun doch sehr schnelle Reaktion. Ich freue mich sehr, dass Sie sich für eine Antwort Zeit genommen haben. In den von Ihnen aufgeführten Punkten sind wir ohne Zweifel einig.
Kleine Einwände habe ich dennoch:

Rechtlich ist es auch so, dass ein nicht korrekter Ausweis eben ein nicht korrekter Ausweis ist.

Stimmt erst einmal, war im Beitrag aber mit einer anderen Aussage verknüpft. Dort wurde sie schon aus der Tatsache abgeleitet, dass die Ergebnisse der Ausweise teilweise deutlich auseinander lagen.
Ich wollte darauf hinweisen, dass hier tatsächlich Ausstellungsfehler vorliegen können…aber nicht zwangsläufig müssen: Die Berechnung der Verbrauchskennwerte lässt auch unter Einhaltung der ENEV verschiedene Auslegungen und Berechnungsmethoden in einzelnen Schritten zu…die dann zwangsläufig zu abweichenden Ergebnissen führen können.
Im Übrigen gilt das in noch viel stärkerem Maße für den Bedarfsausweis. Ich bin mir sicher, dass, wenn Sie den Test mit 10 verschiedenen vor-Ort-Beratern durchgeführt hätten, es mindestens genauso deutliche Abweichungen in den Ergebnissen gegeben hätte.
Dies ist keine Spezifik von Online-Verfahren.

Wie Sie selbst in Ihrer Email betonen, ist gerade der Energieausweis qualitativ häufig sehr dürftig.

Das ist leider so und wiegt bei vor-Ort erstellten Ausweisen sicherlich noch schwerer, denn dort hat man mit demselben „Qualifikationsgefälle“ zu tun.

Vielen Dank noch einmal für Ihre ausführliche Antwort.
Ich hoffe, das ganze Verfahren wird zunehmend transparenter und wünsche mir, dass Eigentümer einfach auch bei der Ausstellersuche die ganz normalen Regeln des bewussten Konsums beachten.

____
www.energieausweis-vorschau.de
Hier bin ich als Aussteller tätig und prüfe jeden Energiepass persönlich auf seine Gültigkeit:
Geprüfter Energiepass mit Vorschau:
Energiepass

Verbrauchsausweis eine Lachnummer…?


Ich habe vor ein paar Tagen im Forum von http://www.energieausweis-vorschau.de folgenden Beitrag erhalten:
„Was interessiert mich beim Kauf eines Hauses der Verbrauch des Vorbesitzers? Ok, wenn ich den Vorbesitzer kenne oder zumindestens einschätzen kann, kann ich mir evt. ein vages Bild machen. Ich muß wissen, welchen Energiebedarf dieses Haus auf der Grundlage eines Vergleichwertes hat. Das ist für mich eine Kaufentscheidung.
Ebenso bei der Anmietung einer Wohnung. Der Vermieter hat mir den Energiebedarf der vakanten Wohnung zu dokumentieren. Soll ich mich mit dem Vormieter über seine Gewohnheiten unterhalten?? Ist doch ein Witz!! Der Vermieter/Verkäufer hat mich über den Energiebedarf der Immobilie zu informieren, und das geht nur unter Einbeziehung der baulichen Gegebenheiten und eines Vergleichwertes.
Damit sind wir beim bedarfsorientierten Energieausweis.
Wenn mir ein VerKäufer/Vermieter einen Verbrauchsausweis vorlegt, glauben Sie mir, den lach ich aus.“

Ich habe daraufhin geantwortet:
„Sicher birgt der Verbrauchsausweis die Unsicherheit des individuellen Nutzerverhaltens. Der Glaube aber, das Bedarfsausweise standardisierte Ergebnisse liefern, ist ebenso irrig.
Ihnen ist sicher bekannt, welche Verfahren zur Erstellung des Bedarfsausweises möglich sind. Auch hier ist die vereinfachte Datenerhebung, also die Lieferung der Daten durch den Eigentümer absolut zulässig. Zudem regelt die EneV auch bei der Berechnung verschiedene Verfahrensmöglichkeiten, nämlich sowohl das einfache tabellarische Verfahren als auch das ausführliche Verfahren. Beide führen bei haargenau gleichem Dateninput zu abweichenden Ergebnissen, darüber hinaus muss man sich fragen, ob die Verhältnisse in Bestandsbauten im vereinfachten Verfahren überhaupt einigermaßen realistisch abgebildet werden können.
Ist Ihnen dabei auch zum Lachen zumute?“

Zur Ergänzung:
Das vereinfachte Verfahren zur Datenerhebung hat den einfachen Sinn, Hauseigentümer, die mit dem Ausweis zunächst einmal nur Ihrer Informationspflich nachkommen wollen, nicht über die Maßen finanziell zu belasten. Es werden hier (und noch viel mehr beim Verbrauchsausweis) Daten abgefragt, die im Normalfall auch vom Eigentümer beigebracht werden können. Die Irrtumswahrscheinlichkeit ist bei der (zulässigen) vereinfachten Datenaufnahmen aber beim Bedarfsausweis zweifelsohne viel höher und die Plausibilität der Angaben auch schwieriger zu prüfen.
Auch wenn alle Angaben richtig gemacht sind, müssen Bedarfs- und Verbrauchsausweise verschiedener Anbieter nicht zwangsweise gleiche Ergebnisse ausweisen, weil die ENEV gewisse fachliche Spielräume für die Ermittlung der Kennwerte lässt, beim Bedarfsausweis gibt es sogar verschiedene Ermittlungsverfahren (tabellarisch und ausführlich).
Die Abweichungen werden bei grundsätzlich ENEV-konformer Berechnung aber immer in vertretbaren Grenzen liegen.

Die ganze Diskussion hier:
Energiepass

Energiepass

Und nochmal: … Ist der Online-Energieausweis gültig???


Ich habe hierzu noch einen sehr schönen Beitrag aus dem „Gebäudeenergieberater“ gefunden. Hier nimmt Energieberater Thomas Möller noch einmal sehr detailliert bezug auf die fehlerhaften Darstellungen der dena, wonach die Gültigkeit von verbrauchsbasierten Energieausweisen (insbesondere online angebotenen) in Zweifel zu ziehen ist.

zum Beitrag:

http://www.geb-info.de/TUlEPTMwMDAxJkFJRD0xNTg2Nzc.html

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www.energieausweis-vorschau.de
Hier bin ich als Aussteller tätig und prüfe jeden Energiepass persönlich auf seine Gültigkeit:
Geprüfter Energiepass mit Vorschau:
Energiepass

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