Deutschland – bald ein Land der Elektroautos?


Das Elektroauto zieht immer mehr Aufmerksamkeit auf sich. Geht es doch darum, dass wir die Spritschlucker von den Straßen haben möchten und friedlich über die intakten Landschaften gleiten wollen. Direkt nach der Atomkatastrophe von Fukushima blühte der Umweltgedanke auf und mit der Stromherstellung war die ganze Umweltdebatte im Gange. So fährt jetzt das Elektroauto in die Richtung, Realität zu werden. Es stellt sich für Politik, Wirtschaft und jeden Einzelnen von uns die Frage, wie die Umsetzung zur Elektromobilität aussehen und bewirkt werden kann.

Angebot an Elektroautos ist in Deutschland noch schwach vorhanden

Anfang 2011 steht es noch sehr knapp um die Elektroautos auf deutschen Straßen. Dem Kraftfahrt Bundesamt nach sind nur 2.307 Elektroautos in Deutschland unterwegs oder zumindest mal zugelassen. Wenn man bedenkt, dass insgesamt 45 Millionen PKW in Deutschland zugelassen sind, ist ersichtlich, wie wenig den Elektroautos noch an Bedeutung zukommt.

Neben den großen Herstellern wie BMW, Audi, VW, Toyota, Renault, Peugoet oder Mercedes haben sich schon kleine Hersteller wie Heuliez, Think, Teslar und Luis durch die Entwicklung von Elektroautos bekannt gemacht. Sie bieten serienreife Elektroautos an. Um den Markt selbst steht es sehr gut, denn nach einer Studie der Universität Duisburg-Essen nimmt er bis 2025 ein weltweites Marktvolumen von 130 Milliarden Euro ein. Das geschätzte Volumen gilt dabei für Elektro- und Hybridautos.

Unsere europäischen Nachbarn bieten Kaufanreize für Elektroautos

Die europäischen Nachbarn Großbritannien, Irland, Portugal und die Niederlande setzen bei dem Verkauf von Elektroautos auf direkte Subventionen. Der Nissan Leaf ist beispielsweise in Irland und Portugal für etwa 30.000 Euro zu erstehen und für einen etwas höheren Preis in Holland und Großbritannien. In Deutschland will man auf indirekte Unterstützung setzen und ist 10 Jahre von der KFZ-Steuer befreit. Als Zweitwagen reicht auch ein Nummernschild für beide Autos aus.

Das Elektroauto hat in Deutschland noch Herausforderungen zu meistern

Es ist natürlich bei aller Euphorie nicht zu verheimlichen, dass das Elektroauto noch in den Kinderschuhen steckt. Das bedeutet, dass sehr viel Aufbauarbeit zu leisten ist. Welche Formen dies annimmt, zeigt das Beispiel des Ladesteckers. Hier gibt es noch keinen einheitlichen Stecker, der sich für alle Ladestationen eignet. Dabei muss auch die Frage beantwortet werden, ob der Ladestecker ein normaler Stromstecker sein soll für Steckdosen mit 230 Volt oder ein Starkstromzufluss mit 400 Volt bereitstehen soll.

Die Elektrotechnik in Hybridantrieben ist salonfähig geworden

Die Elektrotechnik ist auch heute schon in den Fahrzeugen vorhanden. Der Prius von Toyota hat gezeigt, wie ein Auto dank Elektroantrieb Benzin sparen kann. Ende 2011 stellt Opel seinen Ampera zum Verkauf, der heute schon vorbestellbar ist. Der Motor liefert dann nur noch Strom für den Antrieb und treibt selbst nicht an. Die Reichweite beträgt immerhin schon 500 km und für etwa 80 km ist reiner Strom verantwortlich.

Es gibt sie doch, die richtigen Elektroautos

Heute schon gibt es reine Elektroautos, die aber recht unerschwinglich sind für Otto Normalverbraucher. Der Tesla Roadster kostet aktuell 99.960 Euro und leistet 288 PS mit einer Spitzengeschwindigkeit von 212 km/h. Laut Hersteller erreicht man mit den Akkus eine Reichweite von bis zu 340 Kilometer. Daneben sind die Stadtflitzer wie der Mitsubishi i-Miev oder der Peugoet Ion, Citroen C-Zero, auch für normale Geldbeutel erschwinglich.

Die Zukunft gehört unausweichlich den Elektroautos

Mit Benzin und Öl geht es nicht weiter, das ist mittlerweile Politik, Wirtschaft und Menschen klar. Die Elektroautos werden zwar noch viele Investitionen in Forschung und Entwicklung benötigen, doch die ersten Entwicklungen haben gezeigt, dass den Elektroautos die Zukunft gehört. Vor allem für den Stadtverkehr ist das Elektroauto heute schon ein vollwertiges Fahrzeug.

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3 Antworten

  1. Bin total überzeugt von den Elektro- Autos. In den letzten 2 Jahren hat sich da sehr viel getan in der Entwicklung, und ich bin der Meinung das es mittlerweile wirklich eine Überlegung wert ist. In ca. 3 Jahren soll es ja Motoren geben die alle Kraftstoffe verarbeiten können, aber bis dahin ist es ja noch ein langer Weg.

  2. Ich bin auch guter Dinge, was die Elektroautos betrifft. Früher oder später wird das Fahren mit Benzin oder Diesel einfach so teuer, dass Alternativen her müssen. Opel hat im übrigen auch ein Elektroauto auf den Markt gebracht, den Ampere. Dieses Auto hat zusätzlich einen Benzinmotor, der dafür sorgt, dass der Ampere eine Reichweite von über 500 km aufweisen kann. Der Akku selbst reicht für bis zu 70 km, ist also für das tägliche Pendeln ausgelegt. Ich finde, dass das ein guter Kompromiss ist.

  3. Eine staatliche Förderung von Elektroautos für Käufer in Deutschland, wie es andere Länder praktizieren, würde den Trend voranbringen. Dies wird wahrscheinlich erst spruchreif, wenn die deutschen Automobilhersteller soweit sind. Das wird noch dauern…Ansonsten würden die Subventionen wieder vorranging ins Ausland fließen, wie es bei der Abwrackprämie war, weil die Deutschen kein Angebot haben.

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