Die Energiespar – Finanzierung


Angesichts steigender Energiepreise und mit Blick auf den Klimaschutz wird energiesparendes Bauen, bzw. die Modernisierung von bestehenden Bauten unter Energiespar-Gesichtspunkten immer wichtiger. Um einen Anreiz für solche ökologischen Investitionen zu schaffen, werden im Finanzmarkt sog. Energiesparkredite angeboten.
Dabei handelt es sich um eine Kreditform, die zielgerichtet für die Finanzierung von regenerativen Systemen zur Wärme- und Stromerzeugung, wie z.B. Photovoltaikanlagen, solarthermischen Anlagen, Wärmepumpen oder Pelletheizungen eingesetzt wird. Aber auch die Sanierung des Daches oder die Verbesserung der Wärmedämmung sind mit solchen Krediten finanzierbar.

Energiesparkredite werden von vielen Banken angeboten und sind von privaten Immobilienbesitzern und Bauherren einfach und unkompliziert zu beantragen. Umfangreiche Programme werden von der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) angeboten. Diese KfW-Programme sind allerdings nicht direkt bei der KfW abrufbar, sondern müssen über die Hausbank beantragt werden. Wer sich z.B. bei einem Neubau für ein Passivhaus entscheidet, kann im Rahmen des Programm 153 einen Kreditbetrag in Höhe von 50.000 EUR pro Wohneinheit über das KfW-Programm abrufen. Diese Kredite werden nicht nur zu attraktiven Zins-Konditionen angeboten, sondern zeichnen sich zusätzlich durch flexible und offene Rückzahlungsmodalitäten (umfangreiche Sondertilungen) aus. Es werden aber nicht nur Neubauten gefördert: Wer durch Sanierungsmaßnahmen wie Dämmung, Fenstertausch, Heizungserneuerung oder Lüftungseinbau vorgegebene Standardwerte des KfW-Effizienzhauses erreicht, ist ebenfalls berechtigt, diese über einen Energiesparkredit zu finanzieren.

Wer Energiesparkredite in seine Finanzierung integrieren möchte, ist gut beraten, das dichte Angebot möglicher Alternativen im Markt zu vergleichen. Wie bei jedem Kredit sind der effektive Jahreszins, die Zinsbindung und die Sondertilgungsmöglichkeiten zu vergleichen. Attraktiv sind Energiesparkredite auch, weil viele Banken auf einen Grundbucheintrag verzichten und die Kredite daher schnell bewilligt werden und keine zusätzlichen Kosten für den Notar oder Grundbucheintrag entstehen.

Einige Anbieter von Heizungsanlagen nutzen die Energiesparkredite mittlerweile sogar als Verkaufsinstrument. Wenn energiesparwillige Hausbesitzer beim Blick auf die Investitionen für die neue Anlage mit den Augen rollen, dann zaubern die cleveren Verkäufer gleich das Angebot zur Finanzierung per Energiesparkredit aus der Tasche und überzeugen mit attraktiven Konditionen.

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