Ab Juli 2009 wird Energieausweis für Gewerbeimmobilien Pflicht


Ab dem 01.07.2009 benötigen Gewerbeimmobilien den Energieausweis bei Neuvermietung oder Verkauf. Mit diesem Schritt wird die Ausweispflicht, die seit 2002 eingeführt wurde, auf Gebäude außerhalb des Wohnbereiches ausgeweitet. Im Gegensatz zu Wohnimmobilien gilt jedoch für Gewerbeimmobilien ohne Einschränkung die Wahlfreiheit zwischen dem Verbrauchsausweis und Bedarfsausweis.

Die Erstellung eines Bedarfsausweises setzt voraus, dass ein Fachmann auf Grundlage der Bausubstanz und der Heizungsanlage des Gebäudes ermittelt, wie viel Energie durchschnittlich für Heizung, Warmwasser, Lüftung, Beleuchtung und Klimatisierung gebraucht wird. Die Bilanzierung erfolgt gemäß DIN 18599. Mit der Ausstellung des Bedarfsausweises ist üblicherweise eine Energieberatung verbunden. Dies schließt konkrete Empfehlungen, wie der Energieverbrauch gesenkt werden kann sowie eine Kosten- und Amortisationsprognose mit ein.

Weniger aufwändiger ist der Verbrauchsausweis. Hier wird der Energieverbrauch auf Grundlage der vergangenen drei Jahre errechnet. Dazu muss Gebäudeeigentümer vollständig alle notwendigen Daten zum Verbrauch vorlegen. Diese Variante des Energieausweises ist weniger aussagekräftig, dafür aber deutlich günstiger.

Auch wenn der Energieausweis für Gewerbeimmobilien erst am 01.07.2009 eingeführt wird, gilt trotzdem heute schon zu beachten, dass je nach Verhältnis zwischen Wohn- und Gewerbefläche der Energieausweis schon früher notwendig wird. Besitzt ein Haus zum Beispiel weniger als zehn Prozent Gewerbefläche, gilt für das gesamte Gebäude die Frist für Wohnbauten. Ist das Verhältnis umgekehrt, muss der Energieausweis erst im Juli 2009 vorgelegt werden. Bewegt sich das Verhältnis dazwischen, müssen zwei unterschiedliche Energieausweise erstellt werden.

Für Gebäude von Kommunen oder Gemeinden wie Schulen, Rathäuser und Kindergärten gilt die Energieausweispflicht ab dem 01.07.2009 dann, wenn sie über eine Nutzfläche größer als 1.000 Quadratmeter verfügen. Bei öffentlichen Einrichtungen und gewerblichen Immobilien mit starkem Publikumsverkehr besteht außerdem ab einer Nutzfläche von 1.000 Quadratmetern eine Aushangpflicht.

Mit dem Energieausweis wird somit der Verbrauch einer Immobilie offengelegt. Potenzielle Mieter oder Verkäufer können den Energiebedarf eines Gebäudes ablesen. Durch die Transparenz wird auch das langfristige Ziel verfolgt, den Energieverbrauch von Gebäuden insgesamt zu senken.

Quelle: dekra

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