EU will Energieklasse für Häuser und Reifen


Europa geht den Energiefressern verstärkt an den Kragen. Die EU-Kommission will künftig Häuser und Autoreifen so in Energieklassen einstufen, wie man es heute zum Besipiel von Kühlschränken kennt. Und für Elektrogeräte werden die Grenzwerte strenger.

Mittelfristig will die Europäische Kommission die bestehenden Regeln für die Einstufung des Stromverbrauchs von Kühlschränken, Fernsehern, Waschmaschinen und anderen Haushaltsgeräten verschärfen. Die neuen Pläne sollen helfen, die geplante Senkung des europäischen Energieverbrauchs um 20 Prozent bis zum Jahr 2020 trotz absehbarer Probleme noch zu erreichen.
Energieverbrauch sinkt zu wenig
„Wir schöpfen die Möglichkeiten des Energiesparens nicht aus“, stellte die Kommission fest. Eine erste Bewertung der bisherigen Sparansätze habe gezeigt, „dass die EU und die Mitgliedstaaten nicht gut genug abschneiden“. Selbst wenn alle bisher beschlossenen EU- Maßnahmen von allen 27 Mitgliedstaaten korrekt umgesetzt würden, sinke der Energieverbrauch nur um 13 Prozent. Das reiche bei weitem nicht, betonte die ausführende EU-Behörde: „Deshalb schlägt die Kommission vor, das Handeln zu verstärken.“
40 Prozent des europäischen Energieverbrauchs gehen nach Brüsseler Angaben auf Wohn- und Bürogebäude zurück. Davon ließen sich 30 Prozent kostengünstig einsparen. Anhand mehrerer Beispiele für ältere Häuser rechnete die Kommission vor, dass dies zum Nutzen von Hausbesitzern und Bewohnern sei. Brüssel will Energie-Zertifikate für Gebäude einführen, um das Bewusstsein dafür zu stärken. Außerdem sollen regelmäßige Kontrollen von Heizkesseln und Klimaanlagen EU- weit vorgeschrieben werden.
Heute noch „A“ – morgen nur noch „E“
Die erfolgreiche Einstufung von Haushaltsgeräten in mehr oder weniger sparsame Apparate soll auf kommerziell genutzte Modelle übertragen werden. Auch der Stromverbrauch von Kühltruhen für Supermärkte oder Waschmaschinen für Großreinigungen wäre so leichter vergleichbar. Unabhängig davon arbeitet die Kommission an strengeren Einstufungsregeln. Ein Geschirrspüler, der jetzt als „A“ eingestuft ist, könnte künftig nur noch „D“ oder „E“ sein. Das soll einen neuen Anreiz zur Entwicklung sparsamerer Geräte geben.
Ein ähnliches Stufensystem schlägt die Brüsseler Behörde für Autoreifen vor. Ein Reifen der geplanten Kategorie „A“ spare neun Prozent Sprit verglichen mit einem Pneu der Gruppe „F“, argumentieren EU-Experten. Das System solle auch für Lastwagenreifen gelten. Runderneuerte Reifen würden wegen der teuren Tests aber ausgenommen, obwohl sie bei Lastwagen etwa die Hälfte des Marktes ausmachten

Quelle: http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/0/0,3672,7410016,00.html

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Eine Antwort

  1. Hallo,

    bin hier zufällig gelandet.

    Sehr gut geführter Bolg, Angenehm zu lesen, man merkt das hier jemand mit viel
    Energie am werk ist.Es ist immer wieder erfreulich zu lesen das auch andere die gleiche Meinung haben.

    Weiter so.

    Gruß

    Michael

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