Energiesparen, Energieausweis, Energiepass … Beispiele aus der Praxis

Wissenswertes und Praxisbeispiele zu den Themen Energieausweis, Energiepass und Energiesparen

Archiv für Aktuelle Hinweise

Aussteller berät im Expertenchat am 23.9.2009

Am kommenden Mittwoch findet auf www.energieausweis-vorschau.de ein Expertenchat zum Thema „Energieausweis für Wohn- und Nichtwohngebäude“ statt. Zwischen 20 Uhr und 22 Uhr werden Fragen von Eigentümern, Mietern, Käufern von Immobilien live beantwortet.

Das Forum ist direkt über http://www.energieausweis-vorschau.de/forum-energiepass.html zu erreichen.
Fragen können auch schon vorab eingestellt werden.

60 Prozent der Gebäude haben Energieausweis

Für fast 60 Prozent der vermieteten Wohngebäude in Deutschland gibt es einen Energieausweis. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Deutschen Energie-Agentur (Dena). 82 Prozent der gewerblichen und 31 Prozent der privaten Vermieter haben für ihre Gebäude einen entsprechenden Ausweis. Bei einem Viertel der deutschen Vermieter herrscht noch Unkenntnis darüber, dass „der Energieausweis bei Neuvermietung von Wohnungen oder Häusern verpflichtend ist“, teilte die Dena mit.

Der auf Heizkostenabrechnungen basierende Verbrauchsausweis ist weiter verbreitet (78 %) als der Bedarfsausweis (22 %), der auf einer technischen Analyse der Bausubstanz und der Heizungsanlage basiert. Die Bereitschaft, den Energieausweis unaufgefordert vorzuzeigen, hängt „maßgeblich“ von der Farbskala des Ausweises ab. 28 Prozent der Vermieter zeigten den Ausweis laut Umfrage aus freien Stücken, 63 Prozent legten ihn auf Nachfrage vor.

Quelle: dena, energate

Eigentümer drücken sich um Energieausweis

Der neue Gebäude-Energieausweis ist nach Ansicht mehrerer Verbraucherorganisationen bisher fast wirkungslos. Viele Eigentümer kommen ihrer Ausweispflicht nicht nach.

Den Ausweis, der über den Energiebedarf des Gebäudes informiert, müssen seit Jahresbeginn alle Eigentümer parat haben, wenn sie ihre Immobilie vermieten oder verkaufen. Sonst kann ein Bußgeld bis zu 15 000 Euro anfallen. Doch nach einer Umfrage der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (NRW) werden Verstöße nicht verfolgt. In vielen Orten gebe es weder Ansprechpartner noch Beschwerdestellen.

In einer Stichprobe des Berliner Mietervereins wussten 38 Prozent der Vermieter angeblich nichts von der Ausweispflicht. Der Verein Wohnen im Eigentum hat ermittelt, dass erst für die Hälfte aller Eigentümergemeinschaften ein Energiepass ausgestellt worden ist.

Quelle: Finanztest

Bedarfsorientierter Energieausweis: Jetzt schon für 79 Euro zu haben

Ab sofort können Hauseigentümer auch den bedarfsorientierten Energieausweis (Bedarfsausweis) online bestellen. Das Energieausweis-Portal www.energiepass-online-bestellen.de nutzt hierfür das Verfahren zur vereinfachten Datenerfassung nach EneV 2007. Damit können Eigentümer wichtige Gebäudedaten auf einfache Weise übermitteln und schnell, sicher und preisgünstig einen bedarfsorientierten Energieausweis erhalten.

Der Preis für den Bedarfsausweis beträgt 79,00 € incl. MwSt. und Versand.
Sie können bequem per Rechnung bezahlen und haben ein einmonatiges Rückgaberecht.

Das Angebot zum bedarfsorientierten Energieausweis finden Sie auf den Seiten von:
www.energiepass-online-bestellen.de
unter „Bedarfsausweis“

Energieausweis ist seit heute für alle Wohngebäude Pflicht

Seit heute ist nun der Energieausweis (Energiepass) für alle Wohngebäude vorgeschrieben, wenn sie verkauft oder (Wohnungen) neu vermietet werden sollen. Bisher galt die Pflicht nur für Neubauten und Gebäude, die vor 1966 errichtet wurden.

Der aufwändige Bedarfsausweis ist für alle Gebäude zugelassen, der günstigere Verbrauchsausweis für Gebäude mit nehr als 4 WE oder solchen, die die Auflagen der ersten Wärmeschutzverordnung von 1977 erfüllen (hier überprüfen). In der Praxis dürfte aber der Verbrauchsausweis bei den meisten Bestandsbauten zulässig sein.

Energieausweis online: Kurzer Jahresrückblick

Das Jahr neigt sich dem Ende und es ist Zeit für eine kurze Rückschau. Mitte des Jahres wurde für erste Bestandsgebäude der Energieausweis Pflicht, ab dem 1.1.2009 müssen nun praktisch alle Eigentümer, die verkaufen oder vermieten wollen, einen Energieausweis vorweisen.

Welche Erfahrungen kann man aus einem halben Jahr Energiepass-Praxis ziehen?

1. Die EneV hat bei weitem nicht alle Anforderungen der Praxis in ihren Vorschriften geregelt. Auch wenn insbesondere die dena immer wieder gern den Eindruck erweckt, es gebe absolut in Stein gemeißelte Algorithmen zur Erstellung der Ausweise…so stimmt das nicht. Viel Aufregung gab es im Zusammenhang mit den Modernisierungstipps. Einige meinten, man könne bei Online-erstellung komplett darauf verzichten, andere beharren darauf, dass immer eine Vor-Ort-Begehung und Modernisierungshinweise nötig sind. Beides ist falsch. Es müssen Modernisierungshinweise gegeben werden…wenn sie möglich sind…wenn nicht, dann muss auch dies bestätigt werden.

2. Die Unsicherheit und Unwissenheit bei Eigentümern, Mietern und Käufern hat sich im letzten halben Jahr nicht verringert…im Gegenteil. Meine persönliche Auffassung ist, dass die gut informierten Eigentümer zeitig einen Energieausweis erstellen lassen haben. Im Moment herrscht größere Unsicherheit über Rechte und Pflichten, mögliche Ausweisarten etc. als noch zu Jahresmitte.

3. Großen Anteil daran haben aus meiner Sicht vor allem auch Informationen, die dem Verbrauchsausweis die Seriösität absprechen. Natürlich gibt es hier fragwürdige Anbieter (die Verbraucherzentrale NRW hat dies sehr gut untersucht), aber es gibt auch klare Richtlinien, sich hier zu orientieren. generell bietet aber der Verbrauchsausweis nicht mehr Manipulationspotential als der Bedarfspass …im Gegenteil!

4. Man darf gespannt sein, wie sich der Energieausweis im kommenden Jahr entwickelt. Ich vermute, dass wir die ersten Abmahnungen und Bußgelder sehen werden (die sicher geringer ausfallen werden als die im raum stehenden 15.000 Euro)..und man kann nur hoffen, dass bald etwas mehr Klarheit herrscht…ich will gern dazu beitragen.

Allen Lesern wünsche ich ein Gesundes Neues Jahr 2009…alles Gute!

Jeder zweite Eigentümer hat keinen Energieausweis

Obwohl er seit 2001 für jeden Neubau Pflicht ist, verfügen viele Wohnungseigentümer einer Umfrage zufolge über keinen Energieausweis. Der Verbraucherschutzverein Wohnen im Eigentum in Bonn befragte etwa 5000 Wohnungseigentümer.

Bonn – Obwohl er seit 2001 für jeden Neubau Pflicht ist, verfügen viele Wohnungseigentümer einer Umfrage zufolge über keinen Energieausweis. Der Verbraucherschutzverein Wohnen im Eigentum in Bonn befragte etwa 5000 Wohnungseigentümer.

Dabei kam heraus, dass 53 Prozent der Neubau-Wohnungseigentümer «annahmen», keinen Ausweis zu haben. Das lasse vermuten, dass vielen die Verpflichtung zum Energieausweis gar nicht bekannt ist und sie den Ausweis noch nie gesehen haben, so der Verein. Dabei hätte der Ausweis den Käufern vorgelegt werden müssen.

(dpa/tmn)

Kurzer Online-Test klärt auf, welcher Energieausweis für Ihr Haus möglich ist

Bei den Eigentümern von Häusern, die vor 1977 errichtet wurden, herrscht seit dem 1.10. große Unsicherheit, da viele davon ausgehen, dass seitdem für ihr Haus nur noch der teure bedarfsorientierte Energiepass möglich ist. Mit einem einfachen Test bekommt man nun schnell Klarheit, ob doch noch der günstige Verbrauchsausweis möglich ist.

Auf www.energieausweis-vorschau.de wird seit einigen Tagen ein Schnell-Test angeboten, mit denen Eigentümer mit wenigen Eingaben prüfen können, ob ihr Haus den Anforderungen der ersten Wärmeschutzverordnung von 1977 entspricht. Das ist nämlich die Bedingung, unter der auch ältere Häuser weiterhin wahlfrei bleiben, was die Ausweisart angeht.

Der Test ist HIER aufrufbar.

Aus meiner Sicht dürften die meisten auch älteren Häuser die wirklich nicht sehr harten Vorgaben erfüllen und damit weiterhin wahlfrei bleiben.

Energiepass für´s Handy

Der Spiegel schreibt heute über das neue Rating-System für Handy-Netzteile und auch energynet hat sich der Thematik angenommen. Hier kommt wohl der einzig korrekte Hinweis zur Problematik: Das Ladegerät bei Nichtgebrauch aus der Steckdose zu ziehen ist sicher weitaus sinnvoller als der „Energiepass“ für das Handy.

Ich hatte ja hier schon einmal geshcrieben, dass die Leerlaufverluste der Handy-Netzteile nicht zu verachten sind. Ich selbst habe in der Vergangenheit Verbräuche zwischen 1 und 5 Watt messen können, letzteres ist sicher extrem schlecht…aber eben für den Verbraucher so nicht zu erkennen. Im Betrieb…also im Ladevorgang, müssen sich die Verluste nicht zwangsläufig genauso verhalten. Also bringt es jetzt nix, das alte Handy samt Ladeteil wegzuschmeißen…sodern man sollte vielmehr darauf achten, dass es nicht sinnlos an der Steckdose hängt.

Bei der Wohnungssuche auf den Verbrauch achten

Für viele Wohnungssuchende haben gerade Altbauten ihren Reiz. Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass die Heizkosten im Vergleich zu Neubauten deutlich höher sein können. Darauf weist das Immobilienportal Immowelt.de hin.

Die Maßeinheit für den Verbrauch ist Energiebedarf in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Mit dem sperrigen Begriff können aber nur die wenigsten etwas anfangen. Daher wird meist einfach die Angabe in Litern verwendet. Ein „3-Liter-Haus“ ist eines, das 30 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr verbraucht, da zehn Kilowattstunden ungefähr dem Energiegehalt von einem Liter Heizöl entsprechen.

Heute liegt der geschätzte durchschnittliche Energiebedarf von Altbauten bei durchschnittlich 250 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Altbauten sind also im Durchschnitt 25-Liter-Häuser. Wer in ein Haus zieht, das nach dem 1. Februar 2002 gebaut wurde, kann fast sicher sein, dass er deutlich geringere Heizkosten zu zahlen hat. Wie das Immobilienportal Immowelt.de berichtet, ist seitdem das Niedrigenergiehaus mit einem Verbrauch von höchstens 70 Kilowattstunden pro Quadratmeter der gesetzliche Standard.

Noch günstiger wird die Wärmeversorgung bei Passivhäusern. Sie schlucken im günstigsten Fall nur noch 1,5 Liter und damit 80 Prozent weniger als ein heutiger Neubau nach dem gesetzlichen Standard.

Die Unterschiede sind also beträchtlich. Das Immobilienportal Immowelt.de empfiehlt, bei sehr hohen Verbrauchswerten über Maßnahmen zur Wärmedämmung nachzudenken. Mit Investitionen zum Beispiel in neue Fenster oder Anlagentechnik kann der Energiebedarf manchmal mehr als halbiert werden. Die Einsparung für eine 100 Quadratmeter große Wohnung kann schnell bei mehren hundert Euro im Jahr liegen. Allerdings sind solche Sanierungen nicht ganz billig. Daher gilt: Sorgfältige Berechnungen, wann sich Investitionen amortisieren könnten, sind ratsam.

Quelle: immowelt.de

Ältere Beiträge »